Die EOS 5DS im Salzwasser-Test oder: Mein erster Versicherungsfall

Der eine oder andere wird es vielleicht im Beitrag zu meinem Irlandaufenthalt schon nebenbei gelesen haben: nach über vier Jahren Schadensfreiheit war ich endlich auch mal dran – meine 5DS ist heldenhaft an der Küste Ballycottons abgetreten. Naja, eigentlich war es ein Trauerspiel für einen Body in der Preisklasse. Während einer Langzeitbelichtung mit, nach meinem Dafürhalten, ausreichenden Abstand zur Küste baute sich durch den starken Wind unvorbereiteterweise eine ordentliche Welle auf, die naturgemäß auch irgendwann so vor sich hin brach und es mit letzter Kraft bis zum Kartenslot meiner Kamera schaffte. Tropfenweise, wohlgemerkt, aber ausreichend genug, um meine Kamera in die ewigen vorübergehenden Jagdgründe zu schicken. Ich habe den Body abgewischt, noch ein paar Aufnahmen gemacht und nach dem nächsten Abschalten war’s vorbei – die Kamera ging nicht mehr an.

Clipboard01 Einen Versuch war's wert.

Grund genug, meine Versicherung zu alarmieren. Die meldete sich auch prompt und wies an, das Gerät schnellstmöglich zum Service zu geben, da Wasserschäden über die Zeit nur noch schlimmer werden. Nun saß ich also in Cork auf meinem Zimmer und habe überlegt, wie ich denn jetzt bitte die Kamera zum Canon-Service bekomme. Da ich alle fünf Tage woanders war, kam es nicht in Frage, die in Irland einzureichen – denn dann geht sie nach Großbritannien und muss ja irgendwie wieder zu mir zurückkommen. Also habe ich beschlossen, das gute Stück gleich nach Willich zu senden, dem größten Servicecenter in Deutschland. Versichert war das mit UPS am günstigsten, kam aber dennoch leider über 100€. Mir war es aber einfach zu riskant, eine derartige Kamera unversichert nach Deutschland zu jagen. Also biss ich in den süß-sauren Apfel und lieferte die Kamera Montag Mittag in Cork bei Mailboxes Etc. ab. Donnerstag Vormittag kam sie dann in Willich an und am Montag darauf hatte ich den Kostenvoranschlag für die Reparatur im Mailkasten. Jeder Servicepartner freut sich über Versicherungsfälle und so auch Canon, die gleich mal in die Vollen gingen und im Grunde das halbe dreiviertle Innenleben ausgetauscht haben – Kartenslot, diversen Platinen- und Leitungskram, Verschluss, Spiegel Mechanismus, das Display und sogar den Sensor. Mir erschließt sich nicht, wie der davon betroffen sein konnte, aber hey, ich bin ja hier schließlich nicht der Profi. Das Ende vom Lied war eine Reparatursumme, die nicht weit von einer gebrauchten 5DS entfernt war.

2 Noch ein wenig Plastik drumherum und man könnte schon fast damit arbeiten.

Ich hatte mich natürlich, wie es sich für den ambitionierten Amateur gehört, vorher schon in einem großen Kameraforum über Schaden und Versicherungsvorgehen schlau gemacht und ach, was ich da alles zu hören bekam – das waren ganz bestimmt nicht nur ein paar Tropfen, könnte unter grobe Fahrlässigkeit zählen, du kannst dich glücklich schätzen wenn die Versicherung 50% übernimmt, die werden versuchen sich rauszureden, mit viel Glück beziehen sie deine vier Jahre Schadensfreiheit mit ein und bezahlen es – und so setzte ich voller Ehrfurcht die Schadensmitteilung samt Kostenvoranschlag auf und reichte sie ein.

Fünf Stunden später pushte mein mobiles Endgerät die Antwort durch. Mit Grauen öffnete ich sie, bereit für einen Herzanfall an Ort und Stelle. Das wäre ungünstig gewesen, mitten auf einem Abhang voller Schafkacke dem Knocknarea in Sligo, doch die Aufregung war umsonst – die Reparatur wurde ohne weitere Rückfragen oder Diskussionen genehmigt und vollständig von der Versicherung übernommen.

Resümieren wir also – drei Werktage Versandlaufzeit von Irland nach Deutschland mit UPS Standard, weitere drei Werktage bis zum Kostenvoranschlag von Canon, fünf Stunden bis zur Genehmigung durch die Versicherung. Eine Woche nach Einreichen der Reparaturrechnung war der Betrag auf meinem Konto. Da kann man nicht meckern. Jetzt wollt ihr bestimmt wissen, welche Versicherung meine Website sponsort ich abgeschlossen habe?

Nun, keine große Überraschung eigentlich, da es eine der größten Kameraversicherungen ist – es ist Pöppings Fotografenversicherung, die mich da so kompetent und vor allem unkompliziert durchmaneuvriert hat. Damit kann ich also eine uneingeschränkte Empfehlung für diese Versicherung aussprechen.

PS: Natürlich erhalte ich kein Geld dafür, dass ich diesen Beitrag verfasse und selbstverständlich möchte ich damit auch nicht von anderen Versicherungen abraten. Diese kenne ich ja selbst nicht und am Ende kann sich jeder selbst für einen Anbieter seiner Wahl entscheiden. Ich möchte hiermit einfach nur meine positiven Erfahrungen darlegen, denn in meinem Fall hat alles wunderbar funktioniert. Gerade Salzwasser ist eine fiese Geschichte und muss unbedingt schnellstmöglich behandelt werden. Danke also nochmal an Pöppings Fotoversicherung für die blitzschnelle Abwickklung und auf möglichst viele weitere schadensfreie Jahre!